Stolperstein für Kind Karl Neubauer, getötet in Aktion T4
Bibrastrasse 6
In der Bibrastraße 6 war zunächst die Israelitischen Lehrerbildungsanstalt. An ihren Gründer Rabiner Seligmann Bär Bamberger erinnert bis heute eine Tafel am Gebäude.
Nach dem brutalen Novemberpogrom wurde die Jüdische Gemeinde gezwungen, das Gebäude in der Bibrastraße 6 umzubauen, so dass die NS-Behörden dort Menschen einquartieren konnten, die sie aus ihren Wohnorten und/oder Wohnungen hinausgeworfen hatten.
Seit Anfang 1939 diente es als Sammel- und Zwangsquartier – bis zum Juni 1943. Neben seiner Funktion als großes Wohngebäude richteten die Bewohner in der Bibrastraße 6 ein neues Gemeindezentrum ein. Denn die Hauptsynagoge in der Domerschulstraße und die jüdische Schule im Gemeindehaus dahinter waren verwüstet und beschlagnahmt worden.
Für mehrere hundert Menschen war die Bibrastraße 6 die letzte Wohnstätte vor ihrer Deportation. Aus der Bibrastrasse 6 wurden insgesamt 272 jüdische Menschen deportiert, hier startete vor 81 Jahren die letzte Deportation. Bis heute fehlt ein Hinweis darauf.
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