Detektivspiel im Rahmen der Kommunalwahl zum Thema Fake News
JAM-Interviewreihe – Ein Gespräch mit Marc S.
Im Gespräch mit Marc Schmitt, 37 Jahre alt, über sein Hobby, das Schreiben von Geschichten und Büchern, und über seine Arbeit im Cafè Senza Limiti.

Marc spricht über sein Hobby: das Schreiben
- Magst du dich vielleicht kurz vorstellen, wie heißt du, wie alt bist du und was machst du in deiner Freizeit?
Ja, ich bin der Marc mit Nachnamen Schmitt, bin 37, arbeite jetzt seit ungefähr einem Jahr und zwei Monaten hier im Café Senza Limiti und in meiner Freizeit tanze ich, schreibe ich Musik oder Geschichten.
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Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ja, tatsächlich ironischerweise durch die Schule. Wir haben früher mal im Deutschunterricht die ganzen literalen Epochen durchgenommen und da irgendwann sind wir bei der Romantik angekommen und dann war die Hausaufgabe, wir sollen ein Gedicht schreiben. Ich habe zwei geschrieben und das habe ich bis heute noch. Mit 20 kamen dann Kurzgeschichten dazu, mit 25 habe ich dann angefangen, Songtexte zu schreiben und ja.
Mit 17 habe ich dann meinen ersten Roman angefangen zu schreiben und der ist jetzt auch nach über 10 Jahren verlegt worden. Der zweite Band ist, kommt wahrscheinlich auch im Frühjahr raus und dann schreibe ich irgendwann demnächst wahrscheinlich den dritten Band meiner Fantasy-Reihe und der Witz ist, es wird das erste Buch auf der Welt sein wahrscheinlich, das A 2-sprachig rauskommt, weil ich das einfach für sinnvoll erhalte und es gibt eine Erfindung von mir, nämlich Bonus-Patches, wo jede Neben- oder Hauptfigur von der Haupt- oder Nebenhandlung am Ende quasi nochmal seinen Sinn zu der ganzen Thematik dazugeben darf. Man kann sich das ungefähr so vorstellen wie in gewisser Weise ein Interview, nur dass es halt nur eine entsprechende Person ist, beziehungsweise wie so ein Tagebucheintrag von der Figur zum ganzen Hauptplot.
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Und welche zwei Sprachen sind es dann in deinem Buch?
Englisch und Deutsch. Ich habe auch eigene Sprachen generiert. Aber der Witz ist, also in dem ersten Teil von dieser Fantasy-Roman ist eine 516-teilige Runensprache integriert. Ich habe allerdings nach Zusammenarbeit mit dem Verlag entschieden, dass ich das, was danach kam, nämlich das Orkische, nicht ins Buch integrieren werde, weil es zu viele Missverständnisse gesorgt hat.
- Worüber geht es in deinen Texten und Büchern?
Es ist unterschiedlich. Also in meinen Büchern habe ich hauptsächlich eine Fantasy-Reihe. Der dritte Teil wird politische Fantasy.Und worum geht es sonst in meinen Themen? Das ist eigentlich quer durch die Bank alles Mögliche, was mir gerade so einfällt. Und worum geht es in meinen Geschichten, abgesehen von Science-Fiction oder Fantasy? In den Kurzgeschichten geht es hauptsächlich in den Horrorbereich rein.
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Woher nimmst du dir Inspirationen?
Das kommt einfach so. Ja, mittlerweile, früher habe ich mit Musen gearbeitet, inzwischen habe ich zwei. Aber teilweise bin ich auch in der Lage, mich selber zu inspirieren. Ich gehe viel raus, ich gehe viel spazieren, höre dabei fast immer Musik, auch längere Strecken. Das und ansonsten denke ich halt viel nach, wobei mir auch dann viel kommt. Ja, ich kann das gar nicht so genau beantworten, die Frage. Aber es kommt halt meistens einfach.
- Schreibst du eher für dich selber oder mit dem Gedanken an die Leser:innen?
Ich schreibe hauptsächlich nicht für mich selber, weil ich weiß ja, was ich schreibe. Ich schreibe hauptsächlich auch nicht, um Geld zu verdienen, sondern um mehr Leute wieder zum Lesen zu bewegen. Das heißt, ich habe natürlich dadurch auch dann einen krassen Anspruch an mich selber, dass das, was ich produziere, auch gut werden muss, weil wenn irgendwas schlecht geschrieben ist, liest es ja logischerweise keiner.
- Wo kann man deine Texte lesen?
Im Moment habe ich noch einen Verlag. Also der erste Teil meiner Fantasy-Reihe ist jetzt vor einem halben Jahr auf Amazon erschienen. Ich hoffe, dass so im März bis April dann der zweite Band folgen wird.
- Wie nutzt du Medien?
Ich habe TikTok, ich habe YouTube. Ich versuche hauptsächlich auf TikTok meine Texte zu bewerben oder auch meine Musik. Ich habe jetzt vor kurzem tatsächlich dann auch noch ein Booktop-Video hochgeladen, was ich so lese die nächste Zeit oder was ich aktuell noch lese, weil ich gemerkt habe, dass das auch mega populär ist.
Mark spricht über seine Arbeit im Cafè Senza Limiti
- Was ist deine Aufgabe im Café?
Ich bin quasi mehr oder weniger ein Mädchen für alles. Ich bringe das Leergut runter, ich bringe das Leergut hoch, ich koche Waffeln, Paninis, ich spüle, ich bringe Zeug raus. Das Einzige, was ich nicht mache, ist Kaffee.
- Und was gefällt dir besonders gut an der Arbeit?
Na ja, der Witz ist, ich habe eigentlich eine Lagerausbildung, das heißt ich bin mehr oder weniger artfremd, ich bin aber seit über einem Jahr schon da und ich finde es halt irgendwie cool, dass man sich zumindest teilweise irgendwie gegenseitig hilft und sich unterstützt und dass halt auch Steven nicht so ein typischer Chef ist, der sagt, jetzt mach halt endlich einmal, sondern er hat sehr viel Verständnis, er hat sehr viel Toleranz und vor allem er bringt sich selber mit ein. Und was ich halt auch in Bezug auf gegenüber der Lagerarbeit sagen muss, man hat hier wesentlich mehr Abwechslung.
Ich finde es auch schön, dass sich die Kunden für alles und jedes immer bedanken. Denke ich mir, so müsst ihr eigentlich nicht machen, weil das ist ja meine Aufgabe, euch das Zeug zu bringen, aber ich finde es trotzdem schön.
- Was unterscheidet das Café Senza Limiti für dich von anderen Cafés?
Naja, es ist halt ein Inklusionsbetrieb und es sind halt alle Leute wesentlich toleranter. Ich meine, Stress haben wir hier trotzdem ab und zu. In der Weihnachtszeit, gut, der große Sommerboom ist jetzt vielleicht ausgeblieben. Aber um auf die Frage zurückzukommen, was unterscheidet für mich Senza Limiti von anderen Cafés, kann ich gar nicht so richtig sagen, weil ich nicht so der Typ bin, der in Cafés geht. Es ist halt, wir haben halt in gewisser Weise eine familiäre Atmosphäre, sage ich mal. Also wir verstehen uns zu 90 Prozent alle, es gibt jetzt keine größeren Reibereien. Ich meine, ja, das ist halt, dass halt alle zusammenstehen und jeder halt zumindest ein Stück weit für den anderen da ist. Und wir halt nicht nur funktionieren, sondern dass wir uns auch verstehen, ich habe jetzt einen Arbeitskollegen, mit dem habe ich mich schon privat getroffen und Basketball gespielt.
- Gibt es Begegnungen mit Menschen, die dir besonders im Gedächtnis geblieben sind?
Irgendwann, ich glaube, das war Ende Sommer, waren hier ein paar Amerikaner da. Die haben gut Trinkgeld gegeben, bloß lustigerweise war es halt keine Euro, sondern Dollar. Das war schon ordentlich, da hat es sechs Dollar Trinkgeld gegeben, das ist eigentlich mehr als die meisten anderen geben. Es bringt mir nur halt nichts, weil es die falsche Währung ist. Es ist eine schöne Geste und ich finde das auch cool.
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Was können Orte wie Cafés oder öffentliche Räume tun, damit sich alle willkommen fühlen? Oder vielleicht verbessern?
Freundlich bleiben und immer höflich bleiben, vielleicht mit ein bisschen mehr Verständnis und Geduld und Toleranz arbeiten. Das sind ja geradezu Mangelware im Moment, weil man sich so umschaut, was auf der Welt los ist. Aber da braucht man nicht auf den Globus herumzuwandern. Das sieht man hier schon. Ich sehe das, wenn ich spazieren gehe, wenn ich irgendwelche Leute im Auto sitzen sehe und die keine zwei Minuten warten können, dann wird halt sofort gebucht oder sonst irgendetwas. Ich persönlich bin der Meinung, zwei bis fünf Minuten kann man eigentlich schon mal warten.
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Was wünschst du dir für deine Zukunft, also beruflich oder privat?
Ich wünsche mir einfach nur, dass ich so lange wie möglich hier arbeiten kann und dass ich vielleicht gegen Sachen, wenn mal Ende des Jahres vielleicht tatsächlich das Geld habe, meine ganzen Texte mal zu publizieren. Wie gesagt, ich mache das dann in Zukunft alles mit Self-Publishing, weil a, der Verlag zu teuer ist und b, ich auch festgestellt habe, dass da ganz elementare Fehler entstehen, die ich nicht hätte, wenn ich alleine arbeiten würde.
Wenn ich kurz noch was sagen darf, weil ich will jetzt andern zu Tod ernster rausgehen aus der ganzen Geschichte. Es ist nämlich so, ich mache tatsächlich auch ein Stück weit Comedy. Ich werde das wahrscheinlich kurz nach den Feiertagen auf YouTube hochladen. Ich habe jetzt eine dreiteilige Comedy-Session am Start.
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Gibt es noch etwas, das du den Menschen gerne mitgeben würdest? Naja, dass man sich halt vielleicht auch unabhängig von irgendwelchen Demos mehr für seine Mitmenschen und seine Umwelt einsetzen wird oder halt generell, dass vielleicht mal sowas ganz Grundlegendes zum Abschluss, sich nicht einfach über alles und jeden ständig aufzuregen, weil es einfach nichts bringt.
Lieber Marc, vielen Dank für das Interview und alles Gute für deine Zukunft.
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