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Arbeitshilfen Inklusion – Euer 10 Punkte Turbo zum Anfangen

Inhaltsverzeichnis

Unser gesetzlicher Auftrag 

 

Wünsche von Jugendlichen mit Behinderung an die Jugendarbeit

Ergebnisse einer Befragung der Lebenshilfe von Jugendlichen mit geistigen Behinderungen (12 – 19 Jahren) zu ihrem Freizeitverhalten und Interessen/Wünschen:

  • Subjektive Bedeutung von Angeboten: Das Knüpfen von Freundschaften und der Austausch mit Peers sind zentral; Wunsch neue Angebote zu testen ist groß, aber Jugendliche kennen die Angebote im Sozialraum kaum; „Eigene Orte“ und Rückzugsräume genutzt/gewünscht
  • Hindernisse & Öffner beim Zugang: Wohnort & Mobilität ist wichtig für Zugang; Zugang hängt maßgeblich von Eltern ab; Zugang durch Peers & Geschwister; Wissen über Möglichkeiten als entscheidender Faktor
  • Erleben von Partizipation und Selbstbestimmung: selbstbestimmt agieren & ihnen werden Möglichkeiten der Partizipation geboten; Digitale Medien scheinen für selbstbestimmte Freizeit von hoher Bedeutung zu sein; Freizeit ist v.a. die Zeit ohne Erwachsene & Begleitung

Genauere Infos zu den Ergebnisse und abgeleitete Handlungsempfehlungen s. PDF:

Ergebnisse Was braucht inklusive Jugendarbeit

Inklusive Veranstaltungsplanung

Impulsfragen für eine inklusive Veranstaltungsplanung:

  • Einladung & Anmeldung: Erfahren die Leute schon in der Ausschreibung, wie es vor Ort mit der Barrierefreiheit aussieht? Fragen wir bei der Anmeldung gezielt nach Bedarfen (z. B. Allergien, Mobilität, Gebärdensprache)?
  • Der Weg zum Event: Wie kommen die Teilnehmenden zum Veranstaltungsort? Ist der ÖPNV barrierefrei? Gibt es einen Shuttleservice oder Unterstützung bei der Anreise?
  • Räumlichkeiten (Der „Stufen-Check“): Kommen alle überall hin? Gibt es eine rollstuhlgerechte Toilette? Gibt es Rückzugsräume bei Überreizung (Ruheraum)?
  • Kommunikation vor Ort: Nutzen wir das „Zwei-Sinne-Prinzip“ (Informationen zum Hören UND zum Lesen)? Ist die Beschilderung klar und kontrastreich?
  • Verpflegung: Haben wir verschiedene Ernährungsbedarfe im Blick? Ist das Buffet für alle (auch für Menschen im Rollstuhl oder mit Sehbehinderung) gut zugänglich und beschriftet?
  • Programmgestaltung: Sind die geplanten Methoden so flexibel, dass jede/r mitmachen kann? (z. B. Spielregeln anpassen, alternative Aufgaben anbieten).

Checklisten zum Download:

Inklusive Gruppenstunde

Impulsfragen für eine inklusive Gruppenstunde

  • Gruppenstunde „wie immer“ Wie sieht eine gewöhnliche Gruppenstunde/Training/Probe in meinem Verein/Verband aus? (Zeit, Ort, Raum, Gruppengröße, Alter, Geschlecht, Thema/Inhalt, Betreuungsschlüssel usw.)
  • Handicaps und Besonderheiten Welche Handicaps oder Besonderheiten bringen die Teilnehmenden mit bzw. welche Handicaps oder Besonderheiten könnten Teilnehmende mitbringen?
  • Informieren Was weiß ich über diese Handicaps oder Besonderheiten? Wo kann ich mich darüber informieren? Wer kann mir weiterhelfen?
  • Auswirkung auf die Gruppenstunde Welche Aktionen/ Inhalte/ Themen/ Strukturen/ Gegebenheiten könnten von den Handicaps bzw. Besonderheiten der Teilnehmenden betroffen sein?
  • Modifikation der Gruppenstunde Wie kann ich die Aktionen/ Inhalte/ Themen/ Struktur so gestalten, dass ich den verschiedenen Anforderungen möglichst gut gerecht werde? Welche Modifikationsmöglichkeiten sehe ich?
    Gibt es etwas, das nicht verändert werden kann? Wo sehe ich Schwierigkeiten/ Grenzen der Modifikation?
  • Räumlichkeiten Welche Gegebenheiten müssen berücksichtig und ggf. angepasst/verändert werden (Zeit, Ort bzw. Räumlichkeiten).

Inklusiver Verband

Impulsfragen für einen inklusiven Verband:

  • Wer ist (nicht) da? Schaut euch eure aktuelle Mitgliedschaft oder die Aktiven an. Wer fehlt? Welche Gruppen von Jugendlichen werden bisher nicht angesprochen?
  • Öffentlichkeitsarbeit: Wie barrierearm ist unsere Kommunikation? (z. B. Website, Social Media, Flyer in einfacher Sprache, Bilder, auf denen Vielfalt sichtbar ist).
  • Barrierefreiheit im Kopf: Wie offen ist unsere Vereinskultur? Gibt es Vorbehalte oder Ängste im Team/Vorstand gegenüber Inklusion? Wie können wir diese abbauen?
  • Partizipation: Können junge Menschen mit Behinderung bei uns auch Verantwortung übernehmen (z. B. als Gruppenleitung oder im Vorstand)? Welche Hürden stehen dem im Weg?
  • Vernetzung: Arbeiten wir bereits mit Organisationen der Behindertenhilfe oder Selbstvertretungsgruppen zusammen? Wo könnten wir uns Unterstützung holen?
  • Finanzen: Gibt es in unserem Budget Spielraum für Inklusion (z. B. für Gebärdensprachdolmetscher, Assistenz oder technisches Equipment)?

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