Verfolgung einer Sinti-Familie
Stolpersteine der Familie Nussbaum
Biografie der Familie Nussbaum
Der Schneider Samuel Nussbaum gründete in der Domstraße 32 im Jahr 1902 gemeinsam mit seinem Bruder Nathan eine erfolgreiche Herrenmaßschneiderei.
Nach Nathans frühem Tod im Jahr 1935 lebte Samuel weiterhin mit dessen Witwe, seiner Schwägerin Bertha Nussbaum, und ihrer gemeinsamen Tochter Karola Nussbaum (* 1928) in einer Wohnung über dem Geschäft.
Unter der nationalsozialistischen Verfolgung wurde der Familie die Existenzgrundlage entzogen, bis Karola im Alter von nur 13 Jahren zusammen mit ihrer Mutter Bertha im November 1941 in das Ghetto Riga deportiert und dort ermordet wurde.
Der herzkranke Samuel Nussbaum wurde im September 1942 in das Ghetto Theresienstadt verschleppt, wo er im April 1944 den unmenschlichen Lebensbedingungen erlag.
Stolpersteine in der Domstraße 32 (ehemals Hausnummer 68 ½) erinnern an das Schicksal der jüdischen Familie Nussbaum.
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