Xaver Knaup – Hauptverantwortlicher für das Novemberpogrom
Stolpersteine der Familien Essinger & Wassermann
Biografie der Familie Essinger
Vier Stolpersteine in der Glockengasse 4 erinnern an das Schicksal der jüdischen Familie Essinger.
Der in Zürich geborene Vater Ernst Essinger lebte dort zusammen mit seiner Ehefrau Mirjam Essinger und den beiden gemeinsamen, noch sehr kleinen Kindern: dem Sohn Werner Essinger (* 1935) und dem jüngeren, in Würzburg geborenen Sohn Sanny Essinger (* 1938).
Unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurde die junge Familie systematisch entrechtet, bis ihr gesamtes Leben im Spätherbst 1941 gewaltsam beendet wurde.
Am 27. November 1941 wurde die gesamte vierköpfige Familie über Nürnberg in das Außenlager Riga-Jungfernhof deportiert, wo die Eltern Ernst und Mirjam sowie die beiden Kinder Werner (6 Jahre) und Sanny (nur 3 Jahre alt) unter den unmenschlichen Lebensbedingungen litten und kurz darauf ermordet wurden.
Biografie der Familie Wassermann
Stolpersteine erinnern in der Glockengasse 8 an das Schicksal der jüdischen Familie Wassermann.
Der jüdische Metzger Karl Wassermann lebte dort nach dem frühen Krebstod seiner Ehefrau Eva im Jahr 1937 allein mit seinen Kindern. Unter der nationalsozialistischen Diktatur schrumpfte der familiäre Lebenskreis durch Ausgrenzung und Verfolgung massiv zusammen, bis Karl und seine 17-jährige Tochter Ilse Wassermann (* 1924) am 27. November 1941 gemeinsam nach Riga deportiert wurden.
Während Vater Karl vermutlich kurz nach der Ankunft in den dortigen Wäldern ermordet wurde, überlebte Ilse zunächst die Zwangsarbeit im Ghetto, wurde später in das Konzentrationslager Stutthof verschleppt und starb im Januar 1945 entkräftet im Außenlager Guttau (Gutowo).
Ihr Bruder Erich Wassermann (* 1921), der ebenfalls im elterlichen Haushalt lebte, überstand als einziges Familienmitglied die Torturen der nationalsozialistischen Lagerhaft in Buchenwald.

Stolpersteine in der Glockengasse 8 (ehemals Hausnummern 1 bis 8)
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